Samstag, 5. Oktober 2013

Über unmarkierte Wege auf den Schellkopf (1832m)


Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit versprach der Wetterbericht Sonne pur in den Nordalpen, und so ging es auf den Schellkopf (1832m)
in den Ammergauer Alpen. Einen markierten Weg bis ganz oben gibt es nicht, trotzdem ist der Gipfel unschwierig zu erreichen. Vom Parkplatz in Griesen (816m) geht es erst über eine breite Forststraße, dann in den idyllischen Herbstwald hinein (der Beschilderung "Schellschlicht" folgend) und über eine Klammbrücke zur Schellalm (1479m). Dort genossen wir eine sonnige Rast mit wunderbarem Zugspitzblick. Schon hier fiel der Aufbruch schwer, doch wir
wussten ja, dass die Aussicht am Gipfel noch schöner werden würde. Und auch der weitere Anstieg ist sehr reizvoll. Noch immer markiert und an einer kurzen Stelle sogar versichert führt der Wanderweg zum Hohen Brand (1764m). Bald darauf verlässt man den Weg Nr. 251 nach links auf einen deutlich sichtbaren, aber nicht
beschilderten Pfad. Nach einer Querung geht es dann erstmal wieder bergab zu einem schwach ausgeprägten Joch. Der Weg
von dort ist dann trotz nur sehr spärlich vorhandenen Steigspuren einfach zu finden. Am Gipfel wird man schließlich von einem hübschen kleinen Gipfelkreuz und einem beeindruckenden Panorama empfangen. Neben den Tannheimer Bergen im Westen und den markanten Gipfeln von Hochvogel und Säuling beeindrucken natürlich vor allem das Wettersteinmassiv, das westliche

Karwendel und die umliegenden Ammergauer Berge, allen voran die Geierköpfe und die Kreuzspitze. Dank der kräftigen Sonne ließ es sich gut aushalten und so verbrachten wir fast anderthalb Stunden am Gipfel. Für den Abstieg wollten wir dann einen anderen Weg nehmen und entschieden wir uns daher für einen schmalen unmarkierten Jägersteig, dessen Verlauf wir teilweise von oben ausgemacht hatten. Der Steig führt ohne Gegenanstieg, aber zum teil steile Hänge im lichten Wald

querend zur Schellalm - ein Hauch von Abenteuer, vor allem, weil der Steig auf unseren Karten nicht eingezeichnet war und wir nur hoffen konnten, dass er nicht einfach mitten im Wald enden würde. Von der Alm folgten wir dann dem Aufstiegsweg zurück zum Auto.

  • Zeitbedarf: 7,5 Stunden mit vielen und langen Pausen
  • Höhenmeter: Gut 1000 plus Gegenanstieg kurz vor dem Gipfel; bergab sind es dann nur die 1000
  • Stefan hat über die Tour hier berichtet

Kommentare:

  1. Hallo Rebecca,
    nach dem ich Deinen Beitrag gelesen habe, bin ich die Tour gestern, ebenfalls bei super Wetter gegangen. Während auf der Schellschlicht einiges los war, konnte man auf dem Weg zum Schellkopf die Bergeinsamkeit voll geniesen. Die Aussicht ist vom Gipfel echt umwerfend.
    Wollte Dir zu deinem Blog noch ein großes Lob aussprechen, die Beiträge lesen sich echt gut und sind sehr informativ. Mach weiter so.

    Noch viele schöne Bergtouren


    Gruß Stefan

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  2. Hallo Stefan,

    danke dir für deinen Kommentar. Sowas motiviert natürlich ungemein! Und schön, dass du eine tolle Tour auf den Schellkopf hattest :)

    Wünsche dir das gleiche!

    Rebecca

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