Ein Wochenende in Pfronten
Es
ist zwar jetzt schon ein paar Tage her, doch ich möchte trotzdem gern
kurz über mein vergangenes Wochenende berichten. Mit Janina, einer
Freundin aus Esslingen, war ich in Pfronten im Allgäu, um mal endlich
richtig Winter zu haben. Der eigentliche Grund war, dass wir an einem
künstlich aufgebauten Turm Eisklettern gehen wollten. Da es aber selbst
auf über achthundert Metern über dem Meeresspiegel in den
Je tiefer der Schnee ist, desto mehr kann man rutschen und so schnell
an Höhe verlieren. Insgesamt brauchten wir für den Aufstieg ziemlich
genau 2,5 und für den Abstieg etwas mehr als 1,5 Stunden - letzteres
allerdings mit Pausen für Videos und einem kleinen Umweg, da wir nicht
gleich die Stelle fanden, von der es am besten vom Sattel wieder bergab
ging. Am Auto angekommen zogen wir uns die schweren Schneeschuhe aus und
staunten nicht schlecht, wie leicht sich Füße in Wanderstiefeln
anfühlen können, wenn man vorher mehrere Stunden mit zusätzlichen
Plastikgerüsten an ihnen herumgelaufen ist. Da es gerade einmal 16 Uhr
war, beschlossen wir, die geliehenen Schneeschuhe abzugeben und im
gleichen Zug Langlaufski auszuleihen. Der Kommentar des Ladenbesitzers:
"Ihr wollt jetzt noch Skifahren?" Klar wollten wir, denn schließlich
sollte die begrenzte Zeit des Wochenendes ausgenutzt werden. Also
packeten wir uns unsere Stirnlampen ein und begaben uns auf die Loipe,
die direkt am Gasthaus vorbei lief. Ich habe das Skating ausprobiert,
jedoch muss ich sagen, dass ich dann doch lieber Inline Skating mache...
Da wir sowieso müde waren und es am nächsten Tag wieder früh raus gehen
sollte, begnügten wir uns mit einer kleinen Runde am Dorfrand entlang.
Mehr oder weniger spontan riefen wir von unserem Zimmer aus noch bei der
Skischule Pfronten an und buchten einen privaten Skikurs für zwei
Stunden für den nächsten Tag, was sich als absolut richtige Entscheidung
herausstellte. Am Sonntag gab es also um 8 Uhr Frühstück, um 9 wurden
die Abfahrtsski geliehen (Kommentar des Ladenbesitzers, bei dem wir ja
auch schon Schneeschuhe und Langlaufski geliehen hatten: "Ihr seid ja
verrückt!"), und um 9:30 Uhr ging es auf die Piste. Da wir versicherten,
dass wir nicht ganz unsportlich seien,
mussten wir nicht einmal auf die Kinderpiste :) In den folgenden zwei Stunden lernten wir nicht nur den Pflug,
sondern auch das Fahren von Kurven mit parallenen Ski. Um diese Technik
zu üben und zu perfektionieren (kleiner Scherz am Rande) fuhren wir -
abzüglich einer Mittagspause - bis zur Abschaltung der Lifte weiter. Es
hat wirklich Spaß gemacht, und jetzt, eine Woche nach dem Erlebnis,
möchte ich schon wieder fahren! Und das, obwohl ich mich nicht nur
einmal hingelegt habe... Insgesamt ging das Wochenende wie erwartet
einfach viel zu schnell rum. Andererseits muss ich aber auch sagen, dass
wir es wirklich gut genutzt haben!P.S.: Noch ein paar Bilder gibts >> hier.
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