Sonntag, 10. März 2013

Mit Schneeschuhen auf den Schildenstein

Auch wenn die Wetteraussichten nicht so rosig waren wie das Wochenende zuvor, so wollten wir doch nicht auf die Berge verzichten und entschieden uns für eine Schneeschuhwanderung auf den Schildenstein (1613m) in den Blaubergen. Start war um 10 Uhr an der Bushaltestelle "Klamm/Schwarztenn/Königsalm", die
man mit dem RVO-Bus 9556 von Tegernsee aus erreicht. Bis zur Königsalm benötigten wir inkl. Pausen etwa eindreiviertel Stunden, wobei die Schneeschuhe von Beginn an zum Einsatz kamen. Leider stellte sich
schnell heraus, dass der Schnee wie vermutet durch die hohen Temperaturen der letzten Tage bereits ziemlich pappig war. Da die Strecke zur sehr schönen Königsalm aber nur sanfte Steigungen aufweist, kamen wir recht gut voran. Dort gab es dann die erste größere Pause, bevor es - zunächst abenteuerlich über eine kleine Brücke, danach über freie Fläche auf einen Rücken und dann wieder in den Wald hinein - Richtung Gipfel ging.
Die letzten Meter sind recht steil und bei den gestrigen Verhältnissen mit Schneeschuhen nicht zu begehen. Daher ließen wir unser Gepäck liegen und nahmen den restlichen Aufstieg über die schneefreien Felsen des Gipfelaufbaus (im Bild direkt rechts neben der Schneerinne) in Angriff, was sicherlich angenehmer war als sich im rutschigen Schnee empor zu kämpfen. Oben
angekommen genossen wir eine nur leicht getrübte Aussicht auf die Blaubergkette, zum Guffert, dem Rofangebirge, dem Achensee, Richtung Karwendel und auf das markante Duo Roß- und Buchstein. Auch der Abstieg erfolgte kletternd, stellte aber kein Problem dar. Zurück zur Bushaltestelle nahmen wir den gleichen Weg wie hinauf und erreichten den 17 Uhr-Bus mit einer halben Stunde Vorlauf ohne hetzen zu müssen. Leider hatte sich die Sonne im Laufe des Abstiegs endgültig hinter den
Wolken verkrochen, und es kamen auch ein paar Tropfen herunter. Andererseits haben wir bis auf fünf
Personen keine Menschenseele getroffen, was im Gegensatz zum Massenandrang auf das Pürschlinghaus letzte Woche eine nette Abwechslung war.

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