Freitag, 1. Juni 2012

Pfingst-Berg-Wochenende

Ist schon Ironie des Schicksals, wenn man freitags in der Kühltheke des Supermarktes "Ortler"- und "Ettaler Manndl"-Käse kauft... Und drei Tage später ungeplant auf dem Gipfel des Letztgenannten steht! So wählten wir für
Pfingstmontag aufgrund von Knieproblemen und drohendem Schlechtwetter bis Gewitter eine Tour mit kurzem Zustieg und wenigen Höhenmetern. Von Oberammergau brachte uns die Laberberg Bahn auf 1663m, von wo aus wir innerhalb einer gemütlichen halben Stunde durch den Wald am Einstieg des Miniklettersteigs standen. Die leichte Erreichbarkeit führt leider aber auch dazu, dass der Steig mit vielen und vor allem teilweise extrem unerfahrenen und unsicheren Berggehern bevölkert ist. Wofür man normalerweise keine zehn Minuten braucht, beschäftigte uns fast zwanzig, da wir ständig anhalten, warten oder überholen mussten. Trotzdem hats
Spaß gemacht, und auch das Panorama war toll (von 1633m)! Der Steig an sich ist kurz aber knackig, obwohl er eher wenig ausgesetzt und durchgehend mit Ketten gesichert ist. Für den Abstieg weihte ich sogar mein Klettersteigset ein, da ich mich mit schwerem Rucksack auf dem speckigen Fels doch irgendwie sicherer fühlte. Wohlbehalten unten abgekommen ging es auf gleichem Weg wieder zum Laberberg Gasthaus, wo wir zwei Gleitschirmfliegern
beim Starten zusehen konnten und uns danach um unser leibliches Wohl kümmerten. Der Blick auf die Zugspitze blieb uns leider verwehrt, dafür sind tolle Dunkle-Wolken-Bilder (siehe flickr) entstanden. Außerdem konnten wir - auch wenn es widersprüchlich klingen mag - auf der Terasse des Gasthauses noch einige Zeit die Sonne genießen und das ereignisreiche Wochenende langsam ausklingen lassen.

Zwei Tage zuvor waren wir schon auf dem Gratweg vom Herzogstand (1731m) zum Heimgarten (1790m) unterwegs, was technisch natürlich um Längen einfacher war, dagegen aber ein Panorama der Extraklasse bot: Im Norden das Alpenvorland, im Osten die Benediktenwand und die Tegernseer Berge, im Süden das Karwendelgebirge und im Westen das Ester- und Wettersteingebirge, dazu Blicke auf den Walchen- und Kochelsee.





Blick vom Heimgarten zum Herzogstand

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