Sonntag, 16. März 2014

Kurztour auf den Leonhardstein (1449m)

Nach dieser extrem sonnigen und frühlingshaften Woche sollte es natürlich pünktlich zum Wochenende wieder schlechter werden - toll! Laut DAV-Wetterbericht würde es am Samstag aber wohl bis zum Nachmittag
wenigstens keinen Niederschlag geben, also entschieden wir uns für eine kurze Tour in den Bayerischen Voralpen. Da diese aber zumindest ein bisschen "Würze" haben sollte, steuerten wir den Leonhardstein bei Kreuth an. Start an der Bushaltestelle "Kreuth Enterfels", der Berg ist gleich ab Beginn ausgeschildert. Es geht nun gemütlich durch den Wald und schon bald ist die Duslaualm erreicht. Hier trafen wir auf den ersten Schnee, der in der Folge naturgemäß immer mehr wurde. Durch die gut ausgetretene Spur war das
Ganze aber kein Problem, auch wenn ab und zu hüfttiefe Einsacker und vereiste Stellen unsere Aufmerksamkeit forderten. Nach dem Abzweig nach links in die Nordflanke des Leonhardsteins wird es etwas steiler, wobei auch hier eine nicht zu verfehlende Spur vorhanden war. Die aus dem Schnee schauenden abgespeckten
Felsen zeugen davon, dass der Berg auch im Sommer viel Besuch erhält, wodurch eine Besteigung in der Übergangszeit vielleicht die bessere Wahl ist - auch wenn wir an diesem Tag bei weitem nicht alleine waren. Ich fand jedoch das Schneegestapfe angenehmer als das Herumkraxeln auf dem speckigen Fels, und auch die Orientierung ist bei Schnee kein Problem, da genügend Markierungen an den Bäumen angebracht sind. Allerdings sollte man gerade im oberen Bereich die
Lawinengefahr nicht außer Acht lassen, wobei dies gestern kein Problem darstellte. Oben empfing uns starker Wind mit teilweise heftigen Böen, doch an einer etwas windgeschützten Stelle ließ es sich ganz gut aushalten. Leider schaffte es die Sonne nicht wirklich, sich duch die Wolken zu kämpfen, sodass wir nach circa 45 Minuten den Abstieg antraten. Ab der Duslaualm wollten wir eigentlich auf einem in der Karte schwarz gestrichelten Pfad absteigen, fanden jedoch nur den, der nach wenigen Metern wieder zur Fahrstraße führt, und stiegen daher teilweise weglos durch den lichten Wald ab. Nach kurzer Zeit trafen wir auf einen nicht markierten und etwas verwachsenen, aber deutlich ausgeprägten Weg, auf dem wir schließlich den Wasserfall-Rundweg und schlussendlich die Ortschaft Kreuth erreichten.
  • Lawinenlage: Gering (1)
  • Höhenmeter: 670 sowohl im Auf- als auch im Abstieg
  • Zeitbedarf: 5 Stunden bei sehr großzügigen Pausen und ein wenig Suche nach dem Weg im Abstieg, sonst sicher maximal 4 Stunden

Kommentare:

  1. Hallo Rebecca,
    dieser Eintrag kam für mich exakt zur richtigen Zeit, denn ohne ihn und seine Beschreibung der herrschenden Konditionen hätte ich mich gestern nicht aufgemacht, den Leonhardistein zu erobern. So traute ich es mir aber zu und es war noch weniger Schnee und relativ gute Sicht. Also, danke. War bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich auf Deinem Blog vorbeischaue.
    Natalie

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  2. Hallo Natalie,

    freut mich, dass der Eintrag hilfreich war! Schau gern wieder vorbei :)

    Rebecca

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