Mittwoch, 11. September 2013

Bike & Hike auf den Steinfalk (2347m)

Nachdem ich mir letzten Herbst ein gutes Mountainbike gegönnt hatte, wollte ich schon den ganzen Sommer einmal eine Bike & Hike-Tour unternehmen. Am 31.08. war es dann soweit: Wir fuhren mit dem Auto zu einem der vielen Parkplätze im Rißtal im Karwendel, um von dort auf den Steinfalk zu steigen. Den Weg durch das langgezogene Laliderertal legten wir dabei mit den Rädern zurück. Auch wenn solche Wege auf Karten oft sehr flach aussehen, muss man zwischendurch ganz schön in die Pedale treten. Es sind schließlich 526 Höhenmeter bis zum Lalidersalm Niederleger zu überwinden, und obwohl der Forstweg auch vor Ort nicht sonderlich steil aussah, merkten wir später bei der Abfahrt doch, dass wir bergab ziemlich viel Fahrt aufnahmen. Leider ist der Weg die meiste Zeit über weniger angenehm; der grobe Schotter verhindert ein
allzu schnelles Abfahren. Ab dem Niederleger geht es dann zu Fuß über einen einfachen Wanderpfad zur Falkenhütte (1848m), wobei wir anfangs ganz schön mit unseren schweren Beinen zu kämpfen hatten. Wir beschlossen, den Mahnkopf (2094m; Bild links) gleich auf dem Hinweg
mitzunehmen, da die Befürchtung bestand, dass wir dazu auf dem Rückweg keine Lust mehr haben würden. Auch aufgrund der Wolkenentwicklung war dies sicherlich keine schlechte Entscheidung. Die letzten Meter sind recht steil, die Aussicht entschädigt aber allemal für die Mühen. Vor allem der Blick zu den Laliderer Wänden beeindruckt. Für die meisten Besucher ist hier dann schon Schluss; wir begaben uns nach einer kurzen Pause jedoch auf den Weiterweg zum Steinfalk (Bild rechts). Weglos geht es eine Kuhwiese
hinab, bis man wieder auf den Pfad trifft, der um den Mahnkopf herumführt. Begleitet von Steilabbrüchen steigt man nun immer höher in die Südflanke des Steinfalks. Dort ist auf dem teils sehr schmalen und ausgesetzten Pfad Schwindelfreiheit und vor allem Trittsicherheit
gefragt. Gerade beim Abstieg sollte man unbedingt vermeiden, auf dem feinen Schotter unkontrolliert auszurutschen - die kurze Einser-Kletterstelle im festen Fels ist da fast einfacher zu überwinden. Um 14 Uhr erreichten wir schließlich den Gipfel und wie erwartet waren wir dort allein, was uns sehr freute. Leider ließ uns das Wetter ein wenig im Stich: Von einzelnen hohen Wolkenfeldern war in der Vorhersage die Rede gewesen, die Anzahl der blauen Flecken am Himmel verringerte sich jedoch zusehends, und beim Abstieg verhüllten die Wolken sogar den oberen Teil der Laliderer Wände. Es blieb allerdings die ganze Zeit über trocken, sodass wir uns auf dem Rückweg an der Falkenhütte noch eine leckere Portion Knödel auf der Terrasse genehmigten. Nach der anschließenden (mehr oder weniger) rasanten Abfahrt kamen wir gegen 18 Uhr wieder am Auto an und freuten uns über eine lange, aber gelungene Tour im wunderschönen Karwendel.

  • Zeitbedarf (mit Pausen): 9 Stunden
  • Höhenmeter: circa 1600 sowohl im Auf-, als auch im Abstieg
  • Mein Mitwanderer Felix hat die Tour >> hier << beschrieben

Blick zu den Laliderer Wänden vom Steinfalk

Wolkenstimmungen an der Falkenhütte

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