Montag, 24. Februar 2014

Ski- und Schneeschuhtour zum Mittagkopf (1636m)

Manchmal kommt es anders als gedacht. So hatte ich mich eigentlich auf eine schöne Abfahrt vom Gipfel des Zäunlkopfs und später auf der ehemaligen Skipiste hinunter nach Scharnitz gefreut. Den vorab recherchierten Tourenbeschreibungen konnte ich schon entnehmen, dass ich für den Waldabschnitt Schneeschuhe brauchen würde, weshalb ich sie auch eingepackt hatte. Leider war es dann so, dass
der Gipfelhang aufgrund des fast durchgehenden Latschenbewuchses und zu geringer Schneelage nicht befahrbar, die Skipiste zerfahren und total verharscht bis bretthart gefroren und die Rodelbahn eisig und sehr schmal war. Im Endeffekt hätte ich die Skier also zuhause lassen können. Einzig der Aufstieg war eine gute Übung, da wir im Wald teilweise durch dicken Neuschnee spuren mussten (wobei der Schnee ziemlich inhomogen verteilt war; siehe Bild) und insgesamt auch einige Spitzkehren zusammen kamen. Die gigantische Gipfelaussicht entschädigte allerdings für alle "Unannehmlichkeiten" und so verbrachten wir eine ganze Weile am Mittagkopf - den Zäunlkopf gingen wir aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und des unbefahrbaren Gipfelhanges nicht mehr an.

Blick zum Zäunlkopf: Eine steile und enge Gasse führt zum Gipfel

Hohe Munde, Wetterstein, Arnspitzen (von links nach rechts)
 

Hoher Gleirsch (2492m)
 

Links die Berge des Mittenwalder Höhenwegs, rechts die Pleisenspitze (2569m), dazwischen das Karwendeltal


Wieder hinunter zur ehemaligen Skihütte nahmen wir dann den (nicht von uns) gespurten Weg durch den Wald, der uns im Aufstieg zu steil war. Dabei kam - zumindest mit den Schneeschuhen - noch einmal richtig Freude auf, denn teilweise war der Schnee hier schön pulvrig, sodass man "abfahren" konnte. Ab der Hütte auf ca. 1350m war der Abstieg dann nur noch eine Pflichtübung, da es die Verhältnisse wie oben beschrieben leider nicht zuließen, dass ich die Skier hätte nutzen können... Sehr schade!

Ein paar schöne Blicke zu den umliegenden Bergen in der Abendsonne gabs allerdings schon noch und am Bahnhof von Scharnitz sogar eine beheizte Toilette - unglaublich, an einem doch recht einsamen Bahnhof! Und auch, wenn ich mir natürlich mehr Abfahrtsspaß erhofft hatte, war es doch mal wieder eine tolle Tour. Vor allem die Aussicht, die Sonne und die Einsamkeit (außer uns war niemand unterwegs) sind die Faktoren, die mich die Unternehmung als absolut gelungen einstufen lassen.

  • Lawinenlage: Gering (1)
  • Höhenmeter: Knapp 700 im Auf- und Abstieg (einige Gegensteigungen im Wald)

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