Sonntag, 4. Januar 2015

Servus, 2015! - Silvester und Neujahr in den Bergen

Was könnte für drei Bergnarrische schöner sein, als das neue Jahr in den Bergen zu begrüßen?! Nichts - und so feierten wir Silvester einmal anders: Auf einer Berghütte! 

Morgendlicher Blick von der Hütte ins Wetterstein: Das kann ja nur ein geniales 2015 werden!

Übernachtet haben wir auf der Lenggrieser Hütte (1338m), auf deren Terrasse wir um Mitternacht dem Treiben im Tal bei Mondschein und einem Glas Sekt zusahen. Ein Gipfel war aufgrund des mindestens hüfthohen Pulverschnees und der zu großen Lawinengefahr leider nicht drin. Aber wir haben es zumindest versucht (siehe Epilog). Den Neujahrstag selbst verbrachten wir mit einer traumhaft sonnigen Kurzskitour am Brauneck - so kann es weitergehen!

Start in Hohenburg am 31.12. um halb eins

Ankunft gegen 16 Uhr

Das Menü - durchgehend sehr lecker!

Ein neuer Tag beginnt


Abfahrt von der Lenggrieser Hütte. Leider gibt es viele Flachpassagen mit Schiebestrecken, wir konnten zu unserer Freude aber bis zum Parkplatz Hohenburg abfahren. Am Fockenstein scheint schon die Sonne.

Auf gehts vom Draxlhang Richtung Brauneck

Hachja!

Blick von der Aufstiegsroute zur Familienabfahrt, hier ein flaches Stück

Noch ein Blick zur Piste, hinten kann man ein steileres Stück erahnen

Schöner Aufstieg, leider aber auch sehr überlaufen

Pause mit Kuchen und Liegestuhl an der Florianshütte (1290m). Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit beließen wir es dabei und stiegen nicht mehr zum Brauneck auf.

So lässt es sich aushalten!

Rückblick zur Florianshütte: Nach ein paar Metern Aufstieg steht man am Ausstieg des Florihang-Liftes I, von wo aus man zunächst über Piste Nr. 10 (Kothang, rot und ziemlich steil) und dann über die Familienabfahrt (rot) zum Parkplatz des Draxlhangs abfahren kann.

Blick von der Familienabfahrt zu Seekarkreuz und Schönberg. Für eine "Familienabfahrt" fand ich die Piste teilweise sehr steil, auch die extremen Buckel waren unangenehm. Leider habe ich davon keine Bilder, weil ich mich aufs Fahren konzentrieren musste ;)

Epilog: Ursprünglich hatten wir ja geplant, das neue Jahr auf dem Gipfel des Seekarkreuzes zu begrüßen. Mir als wenig versierte Skifahrerin war jedoch der Abfahrtshang zur Hütte zu gefährlich, da ich Angst hatte, bei einem Sturz, der ja ein enormes Zusatzgewicht auf die Schneedecke wirken lässt, eine Lawine auszulösen. Somit war dies keine Option. Wir überlegten also, ob wir nicht stattdessen den Grasleitenkopf, einen Minigipfel etwa 100 Höhenmeter oberhalb der Lenggrieser Hütte, ansteuern sollten. Allerdings war es bereits dunkel und der Weg nicht gespurt... Bis zum Abendessen war jedoch noch Zeit, und da wir überhaupt nicht einschätzen konnten, wie lange wir brauchen würden, beschlossen wir, den Weg schon einmal vorzuspuren. Dick eingepackt in alle möglichen Schichten von Funktionskleidung und mit der Stirnlampe auf dem Kopf traten wir also hinaus in die kalte Dunkelheit und fingen an zu wühlen. "Wühlen" trifft es hier wirklich gut, denn durch einen knappen Meter dicken Pulverschnee zu spuren, fällt selbst mit Schneeschuhen (Katharina) und Ski (Uli) schwer. Ich war zu Fuß unterwegs und brach selbst in der Spur nicht selten bis zum Oberschenkel im Schnee ein - Expeditionsfeeling pur! Zu unserer Freude fanden wir sogar den Weg durch den Wald recht gut, mussten dann aber leider kurz vor dem Ziel feststellen, dass wir auch diesen Gipfel nicht erreichen würden. Es wären nur ein paar Meter gewesen, doch genau die waren in meinen Augen zu heikel. Wir hätten einen steilen Hang mit freier Auslauffläche queren müssen - zu gefährlich bei der Neuschnee- und Lawinensituation. Also machten wir uns an den Abstieg, der glücklicherweise schneller ging, als ich es vermutet hätte.

Am Ende bleibt die Frage: Wäre es vielleicht doch gegangen? Möglicherweise bin ich manchmal wirklich zu vorsichtig, doch ich riskiere lieber nichts, wenn ich ein ungutes Gefühl habe. Das passiert vor allem dann, wenn Dinge ins Spiel kommen, die ich nicht kontrollieren kann, wie eben Lawinen oder das Wetter. Es geht aber ja glücklicherweise nicht immer nur um das Erreichen von Gipfeln (auch wenn diese natürlich meist das Ziel sind), sondern vor allem darum, Spaß an dem zu haben, was man tut. Und das hatten wir definitiv - mit oder ohne Gipfel.

Wo bitte gehts zum Grasleitenkopf?

Beim Abstieg gings dank des festgetretenen Schnees schon besser

Uli, Katharina und ich

Ich wünsche meinen Lesern ein glückliches und gesundes neues Jahr! Tut das, woran ihr Freude habt, dann kommt das Glück von ganz allein.

Kommentare:

  1. Ja dann:
    Auf zum Grasrauchen am Grasleitenkopf dann kommt das Glück, also der Tiefschneealarm, von ganz allein ;-)
    Wünschen ein ereignisreiches und gesundes Jahr.
    Gruß aus GAP
    -die üblichen Verdächtigen -




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    1. Danke, das wünsche ich ebenso, auch wenn ich gern wüsste, wer hinter den "üblichen Verdächtigen" aus GAP steckt ;)

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  2. So schön, dass man auch an Orten wie der Lenggrieser Hütte doch Abenteuer erleben kann :-)
    Ein frohes und gesundes neues Bergjahr für dich!

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    1. Dankeschön! Wünsche dir auch ein gutes Jahr 2015 mit vielen Abenteuern in den Bergen - man muss sie nur suchen, dann findet man sie fast überall :)

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