Montag, 13. Juli 2015

Im Angesicht der Sextner Rotwand

Der erste Bergurlaub in diesem Jahr führt mich nach Sexten in Südtirol. Leider sind hier viele der hohen Gipfel nur mit großem alpinistischem Können erreichbar, doch selbst die Ansichten "von unten" sind es Wert, diese Region zu besuchen. Und außerdem gibt es schon das ein oder andere Gipfelschmankerl... Mal sehen, wie viele wir in den kommenden zwei Wochen erreichen werden!

Zum Eingehen suchten wir uns allerdings erst einmal den gemäßigten Höhenweg vom Kreuzbergpass (1636m) ins Fischleintal (1454m) aus.


Nach kurzer Busfahrt starteten wir an der vielbesuchten Passhöhe und stiegen über den unerwarteterweise ruhigen Wanderweg Nr. 15 durch schönen Wald hinauf. Wie auch bei meiner letzten Wanderung (noch in den heimischen Bergen) grünte und blühte es an jeder Ecke und so war der Makromodus der Kamera im Dauereinsatz.

Türkenbund-Lilie


Auf ca. 1900m hat man endgültig offenes Gelände erreicht, und der Anstieg wird zu einem Höhenweg, der unterhalb der Nord- und Nordostwände von Neuner (2582m) und Rotwand (2965m) entlang läuft.

Links die gewaltige Sextner Rotwand, rechts der Burgstall

Rückblick zu Arzalpenkopf (2371m; links der Bildmitte) und Neuner (2582m; rechts der Bildmitte)

Wählt man beim folgenden Abzweig die längere Variante Richtung Rotwandwiesen, müssen zwar deutlich mehr Höhenmeter absolviert werden, man gelangt aber auch zu einem hervorragenden Aussichtsplatz oberhalb des Burgstalls (2168m).


Dreischusterspitze (3145m) in Bildmitte; ganz rechts die Rotwandwiesenhütte

Hinab geht es durch eine steile Rinne, die aber mit einem guten Steig durchzogen ist. Trotzdem ist hier elementare Trittsicherheit im schottrigen Gelände vonnöten.


Man kommt schließlich zu den Rotwandwiesen, wo aufgrund der Seilbahn Scharen von Touristen herumlaufen und sich an einer der beiden Hütten verköstigen lassen.

Blick von der Rotwandwiesenhütte zur Rotwand

Uns war das zu viel des "Guten", daher stiegen wir auf Weg Nr. 19A/124 zur Fischleinbodenhütte ab, wo uns das gleich Bild empfing. Dazwischen jedoch kam noch einmal Wandergenuss mit landschaftlichen und naturkundlichen Schönheiten auf.



  • Tourdatum: 12.07.2015
  • Zeitbedarf: Etwa 2,5 Stunden bis zum Burgstall, gut 1,5 Stunden bis zur Fischleinbodenhütte
  • Höhenmeter: 630 bergauf, 800 bergab

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